Amuletos y seres vivientes

HD video, 32:55 min.
Notes on a place
Amaicha del Valle, Tucumán, Argentina, 2013
in collaboration with Marta Armengol Pujol

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The 12 part video essay Amulets and Living Beings is an attempt to approach life and place of Amaicha del Valle’s community. Centuries-old vegetation, wind, clouds, sun, time, light and darkness shape our record- ings in this small village in northern Argentina. Found settings that inhabit the landscape are our departure point: carob beans used to feed goats, produce liquor or make syrup; ancient, protected cacti; houses under construction; abandoned sites; fenced land to be sold to outsiders; artificial neon beverages; plastic waste slowly reclaimed by nature.

We interfere with the image the same way we interfere the place, with little or no action. We compose our images by seizing objects, colors, and textures and repositioning them in order to fill a flat, preconstructed, and framed surface. Seeking a connection that may not exist, we plug in and unplug ourselves, sweep the land and scratch the soil, and question how far to go on this community’s land, thoroughly marked by capitalism. Everything seems possible, except going against Pachamama.

Thanks to Josefina Centurion and her family.

Amulets and Living Beings

HD Video, 32:55 min.
Aufzeichnungen über einen Ort
Amaicha del Valle, Tucumán, Argentinien, 2013
in Zusammenarbeit mit Marta Armengol Pujol

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Der zwölfteilige Videoessay Amuletos y seres ­vivientes ist der Versuch einer Annäherung an das Leben und den Ort der Gemeinschaft in ­Amaicha del Valle. ­Jahrhundertealte Vegetation, Wind, Wolken, Sonne, Zeit, Licht und Dunkelheit ­zeichnen ­unsere ­Aufnahmen in dem kleinen Dorf im ­Norden ­Argentiniens. Vorgefundene Kulissen in der ­Landschaft sind unser Ausgangspunkt: Johannisbrot als Ziegenfutter oder zur Verarbeitung in Liquor und Sirup, antike Kakteen unter Naturschutz, Bauten im Umbau, verlassene Grundstücke, abgezäuntes Land zum Verkauf an Zugezogene, künstlich grelle ­Sprudelgetränke, Plastikmüll der von der Natur zurückerobert wird.

Unser Eingriff im Bild ist wie jener im Ort – mit wenig oder gar keinem Zutun. Wir komponieren unsere Bilder durch das Erfassen von Objekten, Farben und Texturen, finden neue Positionen für die einzelnen Elemente und füllen so eine flache, vorgefertigte, und begrenzte Oberfläche. Wir suchen Verbindungen wo diese möglicherweise nicht existieren, kehren Staub in der Wüste und kratzen an der Erdoberfläche; all das, um zu sehen wie weit wir gehen können auf diesem gemeinschaftlichen Land, das schon durch und durch vom Kapitalismus gezeichnet ist. Alles scheint möglich, nur eines nicht: der Pachamama zu wiedersprechen.

Lieben Dank an Josefina Centurion und ihre Familie.